Posts Tagged ‘sprache’

Zahlendreher im Kopf

Mittwoch, April 2nd, 2008

Geht es eigentlich nur mir so oder machen auch anderen Leute die Zahlen 89 und 98 Probleme? Bei beiden braucht mein Denk- und Sprachzentrum im Gehirn jedesmal einen zusätzlichen Sekundenbruchteil, um die jeweilige Zahl richtig auszusprechen und nicht aus Versehen ihren verdrehten Gegenpart.

37, 73, 68, 86, 87, 78 usw. sind alle kein Problem. Nur bei 89 vs. 98 hakt es bei mir. Gibt’s dafür eine Erklärung?

Revolversituation

Dienstag, März 25th, 2008

Revolversituation, die; -en: eine Situation…
1. in der man eine Knarre an den Kopf kriegt (genaue Def.).
2. in der man sich eine geladene Waffe in die Hand wünscht.

gun

Heute: Wenn das Badezimmerradio nervtötend anfängt zu rauschen, sobald man es sich auf dem Klo gemütlich gemacht hat.

*Boooom*

(Foto von maxw, cc-by-nc-nd)

Sprachliche Effizienz

Mittwoch, September 12th, 2007

So viel zu langweiligen Überschriften.

Ich bin ja bekanntermaßen intellektuell — mit allen Vor- und Nachteilen, die dazu gehören. In meinem Kopf rattert es ununterbrochen. Meistens fliegen da irgendwelche Nullen und Einsen durch die Gegend, die Weltformel formiert sich wage und verschwimmt dann wieder in einer Wolke halbromantischer oder pseudophilophischer Filmanalysefetzen. Wenn sich mein Geist aber mal richtig langweilt, befasst er sich mit Fragen, wie eben jener, der “Sprachlichen Effizienz”.

Wieso z.B. hat so ein kleines und ständig gebrauchtes Wort wie mit, das im Deutschen, Spanischen (con) und Englischen (with) jeweils nur eine Silbe benötigt, im Französischen zwei (avec)? Oder, was mir bei der Lektüre des letzten Harry Potter Romans immer wieder auffiel: warum heißt der Zauberstab im Englischen einfach nur wand? Im Deutschen, wie im Französischen (baguette magique), handelt es sich, der Selten- und Besonderheit dieses Gegenstands geschuldet, um ein zusammengesetztes Substantiv. Ist das nicht pure Verschwendung eines handlichen Ausdrucks, den man besser für etwas Alltäglicheres nutzen sollte?

Das Alphabet

Donnerstag, Juli 12th, 2007

Lefty aus der Sesamstraße

Das habe ich heute als Kommentar zu einer Rankaholics-Abstimmung über die besten Buchstaben verfasst. Eine Kurzcharakteristik für jeden Buchstaben im Alphabet:

A. Steht am Anfang. Schöne Form, schöner Laut.

B. Mir ein bisschen zu weich. Im Spanischen gleichlautig mit V (“W”).

C. Der Stiefbruder vom K. Im Deutschen ziemlich unselbständig.

D. Hart, deutsch. Mittelmaß.

E. Der Discounter unter den Buchstaben. Billig und überall zu finden.

F. Ähnlich wie B, ein bissl weich und f-f-farblos.

G. Hart. Als ge-Vorsilbe ein Urdeutsches Arbeitstier. Kommt aus’m Ruhrpott.

H. Darum beneiden uns die Franzosen. Netter, unaufdringlicher Zeitgenosse.

I. Zierlich, winzig, paart sich gern mit dem E. Unscheinbar.

J. Weich, immer ein bisschen exotisch, wie in Joghurt. Eher Unspannend.

K. Mein Geheimfavorit. Macht gern klare Ansagen und mag das A.

L. Liebe, Lust und Leidenschaft. Ein Zungenumschmeichler. Ganz nützlich.

M. Weich, breit, mh, mh, mag ich nicht.

N. Der toughe Bruder vom M. Knackiger und hat oft das letzte Wort im Wort.

O. Die Vokale haben’s schwer. Ein bisschen arbeitssamer als das I. Sonst nix.

P. Paul pustet penibel Pizza. Ein sympathisch knuffiger Buchstabe, der alle Vokale mag.

Q. Die graue Eminzenz. Selten aber wichtig. Ein Traumpaar mit dem U.

R. Noch ein Arbeitstier mit Anspruch. Führt als Kanzler die R-S-T-Troika an.

S. Nicht so aufmerksamkeitsgeil wie das R, aber genauso unverzichtbar.

T. Butter bei die Fische. Ohne T geht nichts. Großer Bruder vom S.

U. Wie schon gemerkt, sehr beliebt bei vielen Konsonanten. Verhält sich sonst ruhig.

V. Treibt sich mit ver- viel rum, hat’s aber noch nicht zum großen Ruhm gebracht.

W. Ein alter Herr. Gutherzig und warm. Verrichtet zuverlässig seinen Dienst.

X. Der kleine Spielgefährte und größter Fan vom Y. Mag schmutzige Wörter.

Y. Der Yuppie unter den Buchstaben. Selten, modisch und sehr eigen.

Z. Grimmiger urdeutscher Eigenbrödler. Nützlich, aber relativ scheu.

Schlecht Geschmierte’s

Samstag, April 14th, 2007

Schlecht Geschmierte's

Ein Deppenapostroph, gefunden auf einem Geländer am Fürstenwalder Spreeweg. War nett gemeint, wa?

[Update zum Thema: gestern bei einem Bäcker in Dahlem gesichtet: "Sonntag's Brötchen" *schüttel*]