Posts Tagged ‘obama’

Anmerkungen zum Final Countdown im TV

Mittwoch, November 5th, 2008
  • Welcher Praktikant hat das ARD-Design verbrochen? Unlesbare Namenseinblendungen, US-Pathos mit wehenden Flaggen und Sternchen überall. Das schärfste war das Gewinnspiel, dass in seiner bonbon-artig grellen Verspieltheit *genau* so auch bei 9live hätte auftauchen können.
  • Bermerkenswerte Rede, Mr. McCain! Glückwunsch, Mr. Obama!
  • Die Phoenix…äh…Dol…metcher sind im…bei…im Halbschlaf not nicht zu er…äh…tragen.
  • RTL hat die Show-Aspekte betont, war von der Aufmachung aber fast am solidesten.
  • Für gar nicht mal soo alte Herrschaften aus den öffentlich rechtlichen Sendern, ist das Internet immer noch das Ding aus dem Underground, womit sich junge Leute beschäftigen.
  • Twitter ist du-weißt-schon-was bzw. das Ding, dessen Name nicht genannt wird oder “eine dieser sozialen Communities, wo Leute chatten bzw. sich kurze Nachrichten schicken, so vergleichbar mit Textnachrichten auf Mobiltelefonen; die dann zu zehntausenden, ja zu Millionen ihre Erlebnisse schildern, schneller als es die OECD-Wahlbeobachter oder Medienvertreter je können. Das ist alles sehr interaktiv und spanned”.Nicht unbedingt auf den Punkt, aber immerhin.
  • “Chatten” ist im aktiven Wortschatz von Mainstream-Medienleute lange angekommen. “Bloggen” und “twittern” werden wohl noch zehn Jahre brauchen…

Drum ‘n’ Bass ‘n’ V.o.t.e

Freitag, Oktober 31st, 2008

Die US-Wahlkampfkampagne @160 BPM, oder so. Ladies and gentlemen, give it up for Bush, Clinton, McCain, Palin and Obama!

[via @jezdez]

US-Präsidentschaftskandidaten im Wechselfieber

Samstag, Februar 16th, 2008

Nachdem ich ein paar Primaries auf CNN verfolgt habe und die Kandidatenliste auf drei/vier geschrumpft ist, hier nun eine kleine Entscheidungshilfe für den gemeinen amerikanischen Wechselwähler:

Generationswechsel: John McCain.

Wem der baldige Frührentner George W. Bush immer ein wenig zu jung war, darf im Herbst getrost John McCain wählen. Einen Strategiewechsel in den Krisengebieten des Nahen Ostens wird es nicht geben. Vielmehr setzt der rüstige Politrentner auf einen 1000-jährigen Krieg im Irak, womit sich der 71-jährige quasi unsterblich machen könnte. Seine fanatische und motorisch eingeschränkte Art erinnert mich an Montgomery Burns und macht mir wohl zurecht etwas Angst.

Wechselbad der Gefühle: Hillary Clinton

Damenwahl ist angesagt. Tapfer kämpft sich die Ex-First-Lady durch die Hoch- und Tiefebenen des Wahlkampfs um im November endgültig von der Seite ihres Mannes an die Front zu wechseln. Frau Clinton, wie das Deutschlandradio sie so gern nennt, steht zwar für einen Geschlechterwechsel — den Filz, der sich über die Jahre in Washington angesammelt hat, kann sie meiner Meinung nach aber nicht auskämmen.

Farbwechsel: Barack Obama

Die einen verwechseln den passionierten Redner mit John F. Kennedy, die anderen schenken seinem Change- und Hope-Enthusiasmus nicht viel Glauben. Den einen zu schwarz, den anderen zu weiß, vereint er dennoch eine überraschend breite Masse hinter sich. Als junger Politiker wäre er vielleicht noch am ehesten dazu in der Lage, mit einem erfolgreichen Ölwechsel das administrative Getriebe der Weltmacht wieder in Schwung zu bringen.