Archive for the 'Royal' Category

Ein Interview

4. April 2008, 13:04 Uhr von Fabian

Radio Larifari am Mittag. Bei mir im Studio ist jetzt Herr M. Hallo!

Herr M., Sie haben also das unmögliche fertig gebracht und einen Vanillepudding entwickelt, der nicht nach Vanille schmeckt.

Genau.

Wie sind Sie denn zu dieser Idee gekommen?

Nun ja, der Gedanke kam mir, als ich eine Cola genoß, die einfach überhaupt nicht nach Cola schmeckte. Der Markt schien also bereit.

Interessant. Und offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt. Wie erfolgreich ist das Produkt denn mittlerweile?

Man kann sagen, dass unser nicht nach Vanille schmeckender Vanillepudding eingeschlagen hat wie eine Bombe. Eine Bombe, die nicht explodiert.

Ah ja, sozusagen ein Bestseller, der wie Blei in den Regalen liegt…

…und dabei leicht wie eine Feder ist — genau.

Planen sie, ihr Sortiment zu erweitern? Mit unschokoladiger Schokoladensoße vielleicht?

Nein, das ist zu kompliziert, vermutlich sogar unmöglich.

Schön. Das freut mich.

Sie mich auch.

Vielen Dank.

Radio Larifari am Mittag. Das war Herr M., Produzent und Erfinder des Vanillepuddings, der überhaupt nicht nach Vanille schmeckt. Mein Name ist N., und wir hören uns wieder nach Eros Ramazzotti…

Weihnachtsrausch

18. Dezember 2003, 14:50 Uhr von Steffen

isses wieder soweit? kaum zu glauben das das alles schon wieder los geht…ich meine, auf weihnachtsmärkten rumfrieren, geschenken hinterher hecheln, plätzchen backen, schlafen gehen. nächsten tag aufstehen und sich, wie in kindertagen, erinnern: “heute das 18., türchen aufmachen!”, also noch 6 tage bis heiligabend

-anderes gefühl-
stress!: “hab noch keine geschenke,…soviel zu erledigen…”, rastlos, sinnlos. und die frage nach dem weihnachtsmann darf man sich eh nicht mehr stellen, wenn man pech hat, is man heutezutage selbst der weihnachtsmann, auf irgendeiner scheiß kinderweihnachtsfeier vom kindergarten “püsteblume”, da verkauft man seine seele an kniebeißer und die eltern dieser gören stehen im hintergrund und haben ein glasigen ausdruck im gesicht, von der scheiß “mein-kind-ist-das-beste-auf-der-welt”-gefühlsduselei und natürlich von dem billigfusel von aldi, den man zur winterzeit in 2liter-tetrapacken für 50cent bekommt. ich will hier nich mal dieser schönen naiven kindeseinstellung hinterher heulen, sondern die frage stellen was bei dem ganzen hummbuck eigentlich noch bleibt? is es das reduzieren auf körperlich genüsse? fressen, saufen,(ficken)? wenn`s so wär, wär`s doch schön… . schade nur das weihnachten im winter liegt ansonsten könnt man draussen nackt rumspringen, bei der ganzen sinnlichkeit und der ganzen liebe die durch die häuser schwebt.

ja man kann`s sich ja auch einfach machen, im september mit dem geschenkeinkauf beginnen, den plätzchenteig im spätsommer anrühren und dann einfrieren(ein 1/2 jahr hält der sich locker), den november zum offiziellen “weihnachtsschmück-monat” erklären, nein halt noch besser: alles vom letzten jahr hängen lassen.

also bitte, was soll das?

Relativierende Überschrift für nichts - ab nu

22. Oktober 2003, 01:55 Uhr von Christian

Was es ist? Was passiert.? Versuche zu verstehen und das geht schon. Bestimmt. Alles nicht so dramatisch. Relativierungen um von der Stelle zu kommen. Bewege dich - Rückfall in alte Zeiten - Push me Pull me. Kontrollfreaks nichts unter Kontrolle alles das was es ist. Scheiß auf Satzbau. Mir gehts gut, wie gehts dir - immer die Reihenfolge beachten - nichts was man nicht kö(e)nnen würde. Alles wird gut. Lügen. Schönes Thema so beständig. Bewege dich ziehe dich zurück ab jetzt - raus da. hau ab verschwinde. es will dich keiner- geht auch keinen was an - Zerstöre alles - das ist der einzige Wert den du findest - Zerstöre den Rhytmus. las ihn brechen zerbersten abhauen, will ihn keiner hier, den Rhytmus - das kleimnmütige allgemeine Einverständnis - Suche keinen Trost und wenn du ihn findest - zerstöre ihn - fliehe nie - immer rein in die Scheiße - da kommst du nicht raus und das ist auch — so - lass alle machen du kriegst es trotzdem - glaube dir kein Wort - Regel es unbequem und schmerzhaft - untertreibe und übertreibe im richtigen Momen t - das klappt schon hau ab - will dich hier keiner - ab runter ins Loch - ab mit allem Wert - hat hier nichts verloren - gibt keine aufzüge - raus aus dem Fenster in den Asphalt - suche auch dafür keinen Grund - der ist nicht da - denn alles hat den gleichen Grund - alles was existiert ist dazu da nicht mehr zu existieren - die Zerstörung genügt sich selbst - leg dich rein - kein Platz der nicht geeignet wäre - Platz ist egal - abschiessen - du kriegst das eh nicht hin - ist auch egal - ab jetzt - immer schön mitschwingen - toll was - nicht runterschlucken - immer schön im Hals stecken lassen - kotzt dich an Ironie - ne lass mal die ist gut - du darfst lügen und die anderen dürfens sogar merken - toll - aber vermeide Bitterkeit im falschen Moment - die müssens sichs selbst reinstecken - Hau endlich ab Los jetzt WEG- Schnauze voll mit dir hau ab du bist nichts weiter als also verhalte dich endlich dementsprechend - Wenns nicht anders geht, mal dich an oder spiel ein Spiel- das du nicht da wärst Bedanke dich niemals und immer recht herzlich - gucke zu - Veranstalte das Chaos nicht mehr - lass es bleiben - vorbei - nicht verschreckt sein - gar nicht sein - end up right now - SCHLUß - AB NU

Über der Schrift (also über der, die dann darunter …)

6. Mai 2003, 02:58 Uhr von Christian

Ich fuhr zur Wohnung und hatte Probleme beim Parken. Darauf will ich nicht näher eingehen. Jedenfalls bemerkte ich kurz nach dem Aussteigen, dass ich etwas über der Kreuzung stand und überlegte, ob ich den Wagen, wo anders parken sollte. Da hörte ich Stimmen aus dem Dunkeln und wendete mich in deren Richtung. Ich sehe zwei Schatten im Laternenlicht wanken, der eine Schatten ein Fahrrad führend oder vielleicht auch umgekehrt und den anderen Schatten einen Beutel tragend. Der Schatten mit dem Beutel fing an: �Scheiße!�. �Nich alles is Scheiße.� �Doch!� So was passiert scheinbar immer nur in solchen Situationen. Solch grundsätzliche Sachen transzendentaler Bedeutung kurz nach dem Falschparken, so vollkommen beiläufig zu hören. Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass Moses die Zehn Gebote von einem Berg hinunter bekannt gab. Der saß garantiert auf `m Klo und brüllte wieder mal seine Sippe zusammen. Und dann soll man noch drüber nachdenken. Die beiden Schatten hatten sich seit ihrer letzten Erwähnung auf meiner Seite der Straße sehr, sehr langsam in Richtung koreanisches Serienmodel bewegt. Der Schatten mit Beutel weit mehr schaukelnd als der Schatten mit Fahrrad. Zehn Meter vorm Koreaner sind sie jetzt, neben dem ich stehe und sehe, dass der Schatten mit Beutel dauergewellte gefärbte Haare hat und vielleicht ihren Beutel schon so um die 40, 50 oder 60 Jahre mit sich rumschleppt, ich hab sie jedenfalls nicht gefragt. In dieser Sekunde, in der ich den weißen Rauschebart und die hageren aber weichen Züge vom Fahrradschatten bemerke, scheint mich Beutelschatten zu bemerken. Obwohl ich mich schon vorher nicht bewegt habe, scheinen wir beide jetzt für einen Moment zu verharren, Freeze, kommt öfters vor nach Genuss von Rauschmitteln, ist aber immer wieder interessant. Ich bin eigentlich nüchtern und trotzdem tue ich genau das gleiche, was sie tut, starren, betrachten.
Es gibt keine Zeugen, niemand, wird jemals genau erfahren, wie lange dieser stille Moment dauert, auch Beutelschatten und ich nicht. (Wahrscheinlich gibt es nur stille Momente, alles andere, was man so Moment nennt, ist Brei. Vielleicht habe ich auch bloß zu viele Filme gesehen. Aber Armbanduhren nach ist jeder Moment doch recht kurz und manchmal neigt der Film eben zu schnellen, plötzlichen Schnitten.)
Wenn man sich nicht dafür interessiert, wer in seiner geographischen Umgebung an seiner Kotze erstickt, die Treppe runterknallt, eingeliefert wird oder anderweitig statistisch gesellschaftlich relevant wird, dann sind alle sich bewegenden, potenziellen Organspender Schatten. Man kann sie nummerieren oder sie nach den Erscheinungsmerkmalen ordnen, und wenn man mal ganz viel Zeit hat, beobachtet man sie. Verdammte Scheiße, ich habe kein Zeit und verdammt noch mal wozu auch. Wenn die Welt Scheiße ist, dann riecht es wenigstens keiner. Man ist es ja gewohnt. Spontan entschließen wir uns beide, der Schatten und ich, unsere eigentlichen Aufgaben zu erfüllen, ich gehe schnell zum Wagen, öffne die Tür und setz mich rein und sie wankt weiter zu ihrem Schlafplatz im Wohngebiet der Freundlichkeit. Der Vorsprung von Fahrradschatten beträgt höchstens einen halben Meter und da sein Fahrrad Schlangenlinien fährt, hat Beutelschatten gute Chancen wieder aufzuschließen. Ich hingegen habe Probleme die Tür zu zu kriegen, da sich mein Mantel immer wieder einklemmt. Beide Schatten sind jetzt beim Wagen und das scheiß Innenlicht geht an und aus wegen der Mantel und Tür Story. Aber das ist auch keine bessere Geschichte. Wenn nicht alles Scheiße ist, dann sollte sich das aber bitte schnellsten herausstellen. Wir hätten darüber diskutieren sollen. Aber Fahrrad � und Beutelschatten sind jetzt bei der Laterne, fünf Meter hinterm Wagen, bei zehn Metern, da wo der Laterne die Kraft ausgeht, macht das Fahrrad noch einmal einen großen Bogen vom Bordstein auf die Straße und zurück, der Schatten folgt gehorsam dem Fahrrad und beide Schatten verlassen nach und nach das Licht. Ich lege den Rückwärtsgang ein und werde mich dem Straßenschild nähern, in die entgegengesetzte Richtung. Nur kurz überlege ich mir, den Vorwärtsgang einzulegen und die Schatten von der Scheißwelt zu erlösen, aber ich hatte mir ein Video ausgeliehen, und außerdem kam mir noch der Gedanke, sie könnten es mir vielleicht doch übel nehmen, wenn ich mich derartig einmische. Ich machte das Licht aus, verließ den Wagen und schloss ab.

AQuf zu neuen ufern o. Großstadtkinder

4. Mai 2003, 13:12 Uhr von Steffen

die allgemeine ruhepause is vorbei und der orkan stürmt jetzt anderswo. allet in allem hab ick ja den berliner schon janz jut druff, also dacht ick mir wieso noch zögern? “ab inne city und anonym werden” heißt die parole und wenn ick dann als matscher(ich werde in meinem bett sterben und langsam durch die decke meines untermieters sickern…) enden sollte, kommt alle zu meiner beerdigung. als titelsong für den einzug des sarges wäre von den “sex pistols”, die alten chastingkacker, “god save the queen” dran. zur krönung würden klaus&klaus(die eigentlich nicht mehr klaus&klaus sind, weil klaus, der gar nicht klaus hieß, vor 6 jahren ausgestiegen ist und jetzt die schlimmste aller krankheiten hat: eine familie! (und dann erzähl mir noch einer das das fernseh keinen bildungswert hat!)) die schunkelhymne “es steht ein pferd auf´m flur” singen, ja eher performen. zum abschluss der beerdigung werden alle sich nackt aus ziehen und zu madonnas ray of light xtc&lsd werfen und eine riesige orgie feiern. essen und trinken müsster aber selber mitbringen.
aber mal zurück zum thema: da der westen lockt und da ich ja ein schwacher charakter bin, werde ich jetzt ma hier öffentlich meinen umzuch nach berlin bekannt geben.
also haltet die ohren steif und immer schön aufessen und hausaufgaben machen, dann kann janischt schief jehn.

Guteeee Neuigkeiten

28. März 2003, 02:26 Uhr von Christian

“Trinkwasser ist weltweit knapp und der Bedarf steigt � mit welchen Fonds Sie davon profitieren.” Freenet Finanzen
Ich beglückwünsche mich hiermit selbst, für meine Wahl des tollsten Providers, dem mit dem schönsten E-Mail Office der Welt und der besten Rauskickquote die ich kenne: Jawoll, freenet, auch bekannt unter freenet.de. Im bewußtlosen Rausch des Einloggens wäre mir diese großartige Nachricht fast entgangen, aber zu unser aller Pseudoglück, danke lieber freier Gott, erheischte mein Blick dieser großartige Nachricht doch noch. Oh gesegnet seien die internationalen Finanzmärkte und mein noch so geringes Budget. Denn diese Zeiten sind bald vorbei, dank des Wassers, “dem Gold der Zukunft”. Ich werde meinen Spucknapf nie wieder leeren und höchstens in noch mehr Spucknäpfe investieren, jawohl, ich gelobe. Denn “Ob Wassergewinnung oder -aufbereitung, Ver- oder Entsorgung, Bau von Rohrleitungen und Kläranlagen oder auch in der Abrechnung � entlang der Wertschöpfungskette können viele Firmen profitieren.” Uh Yeah.
Neben dem kann man auch schon prognostizieren, welche Länder in den nächsten Jahrzehnten die USA von unerträglichen Regimen und Diktatoren befreien wird. Da wäre zum einen Finnland, sprechen ne totale Minderheitensprache, ich glaube Finnisch (aus der Sprachfamilie der uralischen Sprachen), hatten in den 90ern die höchste Selbstmordrate Europas und haben ca. 887 888 Seen (ohne Scheiß, kann man im Internet nachlesen) und dabei gerade mal 5 Mio. Einwohner. Das ist ja nun echt nicht fair. Ist also ganz offensichtlich, das man solch gottlosen Bastarden erstmal beibringen muß, wie das mit der Demokratie funktioniert. Howdy Partner, stellt euch mal vor, wie großartig das wäre, wenn Texas so viele Seen hätte. Utopie - wer weiß - ich behaupte es mal so - Texas wächst, und Gott sei gelobt. Und dann kommt Mecklenburg - Vorpommern. Gibt nämlich eh zu viele Atheisten im Osten. So lange halten wir uns an die guten, zukunftsträchtigen Ökofonds und hoffen auf ein paar mehr Dürreperrioden und andere gewinnträchtige Naturkatastrophen. Für alle die auch mitmachen wollen, versuche ich mal die Sache zu verlinken. Ansonsten einfach selbst www.freenet.de tippen.
Is einfach toll da. God bless our Polkappen and other Futurefondsssss. Danke, Peace für Dallas und Amen.

http://www.freenet.de/…/wasserfonds/index.html

Krisen, Sitzungen und Alleingänge

17. März 2003, 23:15 Uhr von Mike

Schwere Zeiten, in den wir uns heute befinden, kann man nur, sagen.
Jeder der in letzter Zeit die Nachrichten verfolgt hat, wir das wohl mitbekommen haben.
Nachdem wochenlang, auf jedem Sender, und immer wieder, Reportagen über die Kriegsmaschinerie liefen, und wie ausgefeilt die Techniken doch heute sind, kam mir so der Gedanke, das es sich dabei doch wahrlich um Propaganda handelte. So langsam sollten alle auf den nun nahenden Krieg eingestimmt werden. Denn was fällt bei diesen Dokumentationen von Tod und Vernichtung auf??? Richtig, es werden sogut wie immer die Geschenisse aus der Sicht der Alliierten geschildert.
Wie war das noch, die Sieger schreiben die Geschichte???
Wenn man sich das weiter anschaut, dann fällt es einem schwer, seine eigene Meinung, nur durch die Informationsdienste und Nachrichten zu bilden, vielmehr muss man sich durch eigene Erfahrungen und Bildung, seinen Teil denken, denn es wird immer und überall nur das selbe gezeigt, ich weiß da nicht wie objektiv das ganze recherchiert ist, wenn selbst Korrospondenten diese bezweifeln.
Ich kann das nicht genau beurteilen.
Nicht nur, das ich Grundwehrdienst geleistet habe, sondern auch noch dafür bin, das man eine funktionsfähige Defensivarmee besitzt, bin ich Anhänger der gegenwärtigen Bündnisssysteme. Doch den “Alleingang” der USA, auch wenn mit der sogenannten “Koalition der Willigen”, kann und will ich nicht gutheissen, egal in welcher Situation. Da kann ja jeder kommen. Und das ist leider das Problem. Zwar nicht jeder, aber so jemand wie Bush.
Und wo wir schon dabei sind, das Treffen auf den Azoren hätte man sich glaub ich auch sparen können, finde ich, aber gut das sich alle mal wieder gesehen haben, und viel Kerosin für die Flieger verbraucht wurde und die Gala-Anzüge mal wieder aus dem Schrank kamen.

Es stinkt gewaltig…
03-03-17T02:00, also in ungefähr drei Stunden, hält Bush eine Rede, ich weiß nicht genau unter welchem Titel, ob “Lage der Nation” oder was auch immer, Thema ist wohl, welch ein Wunder, der Irak. Mal schaun, wann der Krieg denn nun losgeht, denn darauf warten die Soldaten ja, die den Frieden verteidigen, das man sagt, wann es denn nun losgeht. Also großer Bruder, von der anderen Seite des großen Teiches, gib uns die Ehre.

USA : : : Frieden schaffen, nur mit Waffen. *grrr*

Viel Spass, ich mag euch nicht mehr, alle die ihr da drüben seit und nun jubelt.

Wollte Gott den Krieg??? Bush, frag ihn mal, ach haste bestimmt schon, dann wirds wohl richtig sein…

In Love - Peace - hab euch alle lieb

..
.

hier noch was ordentliche recherchiertes: N24 - live dabei

VOlume 38

16. Februar 2003, 13:04 Uhr von Christian

Getunkt in Wasser - Casimir Maria Pflontzk
– Meine ersten Lebensjahre -
Mein Geburtsname stammt angeblich vom Uruzurgroßvater väterlicher Seite, der Alchimist und Stadtschreiber in einer nordböhmischen Stadt gewesen sein soll. Dies könnte meine Schwäche für synthetisch hergestellte Narkotika und Dorfgeschichten erklären. Aber sollen mich doch die Leichenfledderer analysieren. Mein Schicksal war damals für mich noch nicht absehbar, ich war einer dieser typischen orientierungslosen Dreijährigen mit einer Neigung zum Nihilismus, von denen es in unserer Dorfjugend nicht wenige gab. So soffen und rauchten wir uns um die Unschuld der Jugend, und ohne einige freundliche Fügungen des Zufalls oder des Glücks, wäre ich auch nur ein weiterer verbitterter, an Syphilis krepierender Student der Philosophie oder der Musik geworden, wie so viele aus meinem Jahrgang. Eine dieser glücklichen Zufälle war unsere schon erwähnte Suffplinse Trude Naht. Die Suffplinse war ein Original und wie es sich für Originale gehört, rankten sich im Dorfe allerhand Geschichten um sie. Im Jahr 1882 soll sie ihren Vetter in ein volles Weinfass eingeschlossen haben, um zu ihn drei Wochen gären zu lassen. Als sie ihn dann raus holte, war er von einem wankelmütigen Possenreiter (deutsch: Dorftrottel) zu einem jungen dynamischen Sozialdemokraten gewandelt. Sie erzählte, er hätte sie geküsst, laut ausgerufen das er die Welt endlich verstanden hätte und nun bereit sei für ihre Verbesserung einzustehen. Er zeigte ihr stolz seinen Parteiausweis und lief im Dorf herum und wollte alle umarmen und allen seinen Parteiausweis zeigen. Da er ordentlich gegärt hatte, waren die alkoholkranke, weibliche Jugend auch sehr froh, von so einem alkoholischen Sozialdemokraten ordentlich gedrückt zu werden. Aber wie das bei allen schönen Dingen ist, alle freuen sich nie. Und so wüteten der Klerus und die alten Schabracken in der nächsten Dorfgemeinderatsitzung und setzten durch, dass unser Dorf noch nicht bereit war für einen wirklichen Sozialdemokraten. So ward er verbannt und nie wieder gesehen. Aber es gab Gerüchte, er habe es viele Jahre später in der Stadt zu einigem gebracht. Man munkelt sogar von einem Ministerposten. Ja, die Suffplinse konnte so einiges, und auch wenn nicht immer klar war was denn eigentlich, so getraute sich keiner im Dorf sie zu unterschätzen.

Das nächste mal aus Getunkt in Wasser - Casimir Maria Pflontzk
– Meine ersten Lebensjahre - :

�kalt ist das bild / das du siehst / wenn du fliehst� oder
“Wie die Suffplinse Trude Naht auch mein Leben veränderte!”

Die leere Lehre

27. September 2002, 02:59 Uhr von Christian

Soll man das noch kommentieren. Ich weiß ja nicht. Wußtet ihr eigentlich schon, daß in richtig guten Filmen, richtig schöne Frauen fast immer wenigstens einmal “Ich weiß nicht” sagen. Lesen eigentlich auch Femministinen diese Seite. Gibts so was eigentlich noch. Gibts vielleicht so etwas wie einen Femministinnen-Weblog. Manchmal läßt man sich zu solch populistischen Äußerungen hinreißen, wie:”Das Leben ist Scheiße”. Ich finde Scheiße deutet ja auf ne gewisse Fülle im Leben hin. Da ist es doch ne ziemlich ungenaue Metapher für das, was es eigentlich meint. Scheiß hin und zurück, da muß man durch seine eigene Oberflächlichkeit und dem ganzen ein bißchen Volumen geben.
Ich wollte jetzt mal Anja grüßen und fragen wie es ihr/dir so geht. Das habe ich hiermit getan. Ich werde nun meine eigene Oberflächlichkeit überprüfen und melde mich zum gegebenen Anlaß wieder. APROPOS- Fabian - Griechischer Reeder - Sieben Buchstaben - Nummern im Alphabet - Quersumme - Treffpunkt - Zahl durch Pi - * 25.

Pseudo (…)

27. September 2002, 02:38 Uhr von Christian

Dem Göttinger Pfarrer Toben Baumgart ist letztens aufgefallen, daß neben der historisch-philosophisch eingeredeten neurotisierenden Trennung von Geist und Körper, den Menschen ein weiteres Problem in seinem Menschsein belastet: Die Unabwendbarkeit des Zusammenlebens mit anderen, so genannten, Menschen, und die Unmmöglichkeit genauer zu wissen, warum diese “Menschen” machen was sie machen - ergo was sie denken und ob sie denken. Mangel an Intelligenz und Empathie erhöhen die Wahrscheinlichkeit dieses Dilemmas für den jeweiligen Probanten. Bsp.: G. W. Bush ist scheinbar leicht zu durchschauen, da nach neuesten Untersuchungen außer Legasthenie, Alkoholismus und Hörigkeit( auf seine Frau oder ihm andere intellektuell überlegene Berater) keine anderen so genannte Eigenschaften oder Charakterzüge bei ihm festzustellen sind. Man könnte also folgern, von einem leeren Blatt kann man nichts lesen bzw. hineininterpretieren. Aber selbst Georg Doppel U kann man da nicht nichts nachweisen, wir können immer nur vermuten, daß da nichts ist, aber beweisen? Wir wissen es nicht, und vielleicht stimmts auch nicht. Selbst primitive Wesen entwickeln aus natürlichen Trieben und sozialer Interaktion vielleicht so etwas wie einen Zug, der auf bestimmte Motive verweist.
Man kann die Handlungen oder Äußerungen deuten, aber nicht wissen und beweisen, aus welchen Gründen dies geschieht. Nehmen wir an ein Hund oder G.W. fressen etwas, vielleicht ist da dieses natürliche Bedürfnis, das man im deutschsprachigen Raum Hunger nennt, vielleicht will der Hund aber auch nur Aufmerksamkeit, oder vor seinen Diplomatenkollegen Angeben, was er sich tolles leisten kann? Wer weiß das schon? Pfarrer Toben Baumgart ist der Ansicht, das man dieses Problem zwar nicht lösen kann, aber daß Kommunikation hilft, wenigstens etwas zu erfahren, also eine Annäherung verspricht. Man muß mit dem Hund also sprechen, oder eben auch nonverbal, oder man läßt ihn einschläfern. Über das Problem hat sich Pfarrer Toben Baumgart schon mit vielen Leuten unterhalten, darunter auch mit Saskia Krumbiegel, die hats dann Lorenz Forst erzählt, der wiederum, in einem Brief an Gottfried Koltz, dieses Thema beiläufig erwähnte. Und Gottfried Koltz hats dann auf die Herrentoiletteninnentür einer Klokabine in einem Cafe nahe Bahnof Friedrichstraße/Berlin geschrieben.
Tja, und so in etwa habe ich es da gelesen. Ich persönlich denke ja nich, daß Pfarrer Toben Baumgart mit diesem Kommunikationskram recht hat. Aber Pfarrer Toben Baumgart wählt auch die Grünen, und das kann ich wiederum auch nicht nachvollziehen.
Na ja , was solls.