Ich versuche seit ein paar Tagen Musikreviews über drei Bands zu schreiben und merke, dass ich das völlig verlernt habe — wenn ich’s überhaupt jemals konnte.
Genreeinordnungen, Vergleiche mit anderen Bands und Sängern, Stimmungsbeschreibungen — obwohl ich meinen Musikgeschmack immer noch recht gut (überdurchschnittlich gut) finde, kommt mir mein Horizont diesbezüglich doch sehr beschränkt vor. Andere Blogger oder Musikkritiker (Nicorola und “Auf ein neues” sind meine inoffiziellen Lieblingsquellen) hören Alben anscheinend im Akkord und am Ende des Jahres stehen häufig die besten 20, 50 oder hundert Platten, die man über die Zeit liebgewonnen hat.
Ich muss mich in Musik verlieben oder umgekehrt. Wer’s nicht so kitschig mag, für den kann ich es auch in Tolkiens Worten ausdrücken: man findet den Ring nicht einfach, sondern der Ring sucht sich seinen Besitzer aus. So ist ist mit meiner Lieblingsmusik auch. Da kann es schon mal passieren, dass z.B. Good News For People Who Love Bad News von Modest Mouse zwei Jahre im virtuellen CD-Regal verstaubt, bevor es bei mir ankommt. Am Ende meines Plattenjahres bleiben mir dann meist eine handvoll Veröffentlichungen in Erinnerung. 2007 waren das z.B. The Diggs, +/- und Voxtrot sowie das Tribute Album zu “Set Yourself on Fire” von den Stars, das das Original in manchen Songs sogar überflügelt: Do You Trust Your Friends? mit wunderschönen Coverversionen von Final Fantasy, The Dears, The Russian Futurists und anderen — wie Pitchfork Media das mit 1.8 Punkten abstrafen konnte, bleibt deren Geheimnis.
Gut, jetzt ist hier noch fast eine 2007-Review entstanden. Vielleicht schaffe ich die 3-Band-Review in den nächsten Tagen ja doch noch fertig.