Procrastination is…
28. April 2008, 19:38 Uhr von Fabian…watching and retweetingreblogging YouTube videos.
[via Koke's]
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Antwort auf meine gestrige Antwort auf Susann. Ich behauptete “Insofern sind “Blogs an sich” ziemlich relevant und werden es immer mehr. Zumal der Hirnschmalz einer ganzen Generation bloggt. Das ist nicht Otto-Normal-Arbeiter, sondern dass sind die Nerds (so nannte man die Witzbolde in den 80ern), die die Zukunft prägen werden.”
Halt, halt, Kommando zurück. Natürlich gibt es auch die Otto-Normal-Blogs, die Was-hab-ich-heute-langweiliges-gemacht-, die Strick-, Katzen-, Auto- und Schule-ist-scheiße-Blogs. Die werden die Zukunft prägen? Vermutlich nicht.
Und selbst bei den A-Bloggern können einem Zweifel kommen (pseudopost.org ist übrigens ein F-Blog, wenn man nach amerikanischen Schulnoten taxiert): sind die meisten A-Blogger nicht viel mehr als die Thomas Gottschalks, Günther Jauchs, Harald Schmidts, Hendryk M. Broders, Ulli Wickerts oder Klaus Bednarz der Web2.0-Generation? Kommentatoren, vielfach unterhaltsam aber nur selten wirklich relevant. Massenkompatible (Masse ist im Vergleich zum TV natürlich sehr relativ) Unterhaltung mit gelegentlichen Informations- oder Lehrauftrag?
A-Blogger sind, und die meisten geben das offen zu, Rampensäue. Ohne den Drang nach vorn oder nach oben, wird man kein A-Blogger.
Wo sitzen aber nun die Visionäre und Funktionäre, die Nerds, die uns, die ahnungslose Masse, in die Zukunft leiten? Erstens abseits der Blogs, in den Universitäten, in Kellern und vielleicht Garagen. Auch in Blogs, ja, aber eher in Tech- oder Dev-Blogs der Liga D-F. Ein Punkt, den Robert Basic oft zu Recht bemängelt. Wissenschaftler an die Blogs! Aber dafür haben die einfach keine Zeit und Rampensäue sind sie meist auch nicht.
Meine Relevanz-Bewertung von Blogs erfährt somit einen kleinen Dämpfer. Die sichtbaren Blogs sind für Meinungsmacher relevant, weil sie selbst Meinungsmacher sind. Vielleicht reicht das auch schon. Für die Zukunft und “The Greater Good” sind vermutlich immer noch andere verantwortlich — die, die leise aber stetig im Verdeckten werkeln.
Aber darum ging es in der Ausgangsfrage eigentlich auch gar nicht. Ich schweife ab.
Cross-Post meiner Antwort auf Susanns Beitrag zu Thema: mein Bekannter besteht darauf, dass Blogs irrelevant sind und bald vom großen Bruder Spiegel Online wieder aufgefressen werden:
Beim Thema Bild-Zeitung widersprichst du dir. Du sagst “relevant ist, was MIR Informationen liefert” aber “bei Bild-Zeitung kann man nicht von Relevanz sprechen”. Für die meisten, naja, sehr viele Deutsche liefert die BILD-Zeitung genau die Informationen, die sie haben möchten (und meistens auch die Meinung, die hören wollen und selbst eh schon haben); damit ist sie, nach deiner Definition sehr wohl relevant. Das sagt nix über Qualität.
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LongTail und so ist ne schwierige Debatte. Redaktionen und Werbe-Agenturen haben ja meistens eine breitere Zielgruppe — am liebsten würde man alle Deutschen oder alle 14-49-jährigen mit mittlerem Haushaltseinkommen von blabla erreichen, schon klar. Für diese Agenturen sind die klassischen Massenmedien natürlich sehr relevant.
Zweitens muss man zwischen “Blogs an sich” und “einzelnen Blogs” unterscheiden. Einzelne Blogs sind, bis auf die Top10-üblichen Verdächtigen, fast alle irrelevant. Aber in der Masse können Sie viel bewegen. Es gibt nämlich nicht nur *ein* Blog, wie es *einen* Spiegel gibt oder *eine* FAZ. Es gibt hunderttausende Blogs, wovon mindestens ein paar dutzend bis hundert kleine Relevanz haben und sich gegenseitig befruchten, kommentieren etc. Und daraus kann dann Relevanz entstehen.
Gut merkt man das immer daran, dass die klassischen Medien dann “die Blogosphäre” oder die “Internet-Community” zitieren. Namen werden nur nebenbei genannt, und vielleicht nur von den ganz großen.
Insofern sind “Blogs an sich” ziemlich relevant und werden es immer mehr. Zumal der Hirnschmalz einer ganzen Generation bloggt. Das ist nicht Otto-Normal-Arbeiter, sondern dass sind die Nerds (so nannte man die Witzbolde in den 80ern), die die Zukunft prägen werden.

Den Wortwitz mit boomen und so verkneife ich mir mal.
Gestern ging die Nachricht rum, dass boomloop (deutscher Pownce-Klon mit Event-Schwerpunkt — ein bisschen?!) aus der geschlossenen Beta raus ist. Ich fand die Teaser-Seite damals schon ansprechend: ein bisschen seiner Zeit voraus und nicht so “klassisch” webzweinullig — wenn man schon von klassischem Web2.0-Design sprechen kann (ich denke schon).
Ich finde die Seite immer noch irgendwie cool bin jetzt aber auf der Suche nach dem Nutzfaktor. Eventplattformen, wie schon venteria, scheinen auf Dauer nicht mein Ding zu sein, da ich einfach nicht der geborene Rausgeher bin. Aber mal schauen.
Für die lange Betaphase ist das Interface teilweise ganz schön holprig. Formularfehler sprengen das Browserfenster (FF3b5), Feedback beim Speichern des Profils bzw. der Einstellungen fehlt, die Event-Tagcloud ist in ihrer Größe und nicht vorhandenen Hierarchisierung quasi unbrauchbar und der Button zum Foto-Upload ist unlogischer Weise nicht bei den Buttons zum Erstellen von Texten, Events, Links und Örtlichkeiten.
Außerdem fehlen natürlich Events, Mitmacher, Events und Events. Mein Foto, dass ich gestern hochgeladen habe, steht immer noch auf Platz 1 der neuesten Bilder. Naja. Und die Ankündigung “heute abend” würde ne Aktualisierung stattfinden, ist auch mehr als einen Tag alt.
Irgend jemand hat mal gesagt, man könne über Ziele und über Termine reden, aber niemals über beides gleichzeitig. Nix für ungut, den Fehler hab ich selbst schon oft genug gemacht ;)
Trotzdem ist boomloop nett genug, es sich noch ein paar Tage anzugucken und die Registrierung tut dank OpenID auch kaum weh…
Radio Larifari am Mittag. Bei mir im Studio ist jetzt Herr M. Hallo!
Herr M., Sie haben also das unmögliche fertig gebracht und einen Vanillepudding entwickelt, der nicht nach Vanille schmeckt.
Genau.
Wie sind Sie denn zu dieser Idee gekommen?
Nun ja, der Gedanke kam mir, als ich eine Cola genoß, die einfach überhaupt nicht nach Cola schmeckte. Der Markt schien also bereit.
Interessant. Und offenbar genau zum richtigen Zeitpunkt. Wie erfolgreich ist das Produkt denn mittlerweile?
Man kann sagen, dass unser nicht nach Vanille schmeckender Vanillepudding eingeschlagen hat wie eine Bombe. Eine Bombe, die nicht explodiert.
Ah ja, sozusagen ein Bestseller, der wie Blei in den Regalen liegt…
…und dabei leicht wie eine Feder ist — genau.
Planen sie, ihr Sortiment zu erweitern? Mit unschokoladiger Schokoladensoße vielleicht?
Nein, das ist zu kompliziert, vermutlich sogar unmöglich.
Schön. Das freut mich.
Sie mich auch.
Vielen Dank.
Radio Larifari am Mittag. Das war Herr M., Produzent und Erfinder des Vanillepuddings, der überhaupt nicht nach Vanille schmeckt. Mein Name ist N., und wir hören uns wieder nach Eros Ramazzotti…
Geht es eigentlich nur mir so oder machen auch anderen Leute die Zahlen 89 und 98 Probleme? Bei beiden braucht mein Denk- und Sprachzentrum im Gehirn jedesmal einen zusätzlichen Sekundenbruchteil, um die jeweilige Zahl richtig auszusprechen und nicht aus Versehen ihren verdrehten Gegenpart.
37, 73, 68, 86, 87, 78 usw. sind alle kein Problem. Nur bei 89 vs. 98 hakt es bei mir. Gibt’s dafür eine Erklärung?
Mein kleines Twitter-Umfrage-Tool wurde gestern bei ReadWriteWeb gefeatured — laut Technorati Platz 13 in der Top 100 aller Blogs. Wow.
Als ich das von mir “entworfene” “Logo” in deren Feed erblickte, war das, als würde man seinen Namen in der Tagesschau hören — oder zumindest im Nachtmagazin des WDR.