Archive for März, 2008

Revolversituation

25. März 2008, 17:43 Uhr von Fabian

Revolversituation, die; -en: eine Situation…
1. in der man eine Knarre an den Kopf kriegt (genaue Def.).
2. in der man sich eine geladene Waffe in die Hand wünscht.

gun

Heute: Wenn das Badezimmerradio nervtötend anfängt zu rauschen, sobald man es sich auf dem Klo gemütlich gemacht hat.

*Boooom*

(Foto von maxw, cc-by-nc-nd)

Sonntag ist Kunst: Yeasayer

23. März 2008, 23:52 Uhr von Fabian

Weltmusik oder was auch immer. Jedenfalls kann man sich eine ganze Weile um die Musik von Yeasayer drehen. Zwei wunderbare Videos ihres Songs 2080 (mp3, Lyrics). Zuerst aus dem YouTube-Fundus und danach von La Blogothèque mit einem Gänsehautpublikumseinsatz bei 3:55 und 5:15. Viel Spaß!

It’s a New Year,
I’m glad to be here
It’s the first spring,
So let’s sing.

And the moon shines bright
On the water tonight
So we won’t drown
In the summer sound.


#87.2 - YEASAYER - 2080
by lablogotheque

Bonus-MP3 für alle Runterscroller: Dengue Fever - Sober Driver

XING-Statusmeldungen sind gut

15. März 2008, 14:01 Uhr von Fabian

Entweder verstehe ich den Sinn dahinter falsch oder unter Bloggern ist XING-Bashing und Korinthenkackerei zur Zeit einfach total angesagt.

Meine Meinung: XING-Statusmeldungen…

  • sind kein Twitter-Ersatz. Und das ist gut.
  • stehen nicht unter der Überschrift “Was machst du gerade?”. Das will dort niemand wissen. Der Wer-kennt-wen-Vergleich hinkt.
  • sind für mittel- bis langfristig gültige Infos gedacht. Nehmt euch ein Beispiel an den gut gewählten Vorgaben (”ist auf einer Konferenz in”, “kann momentan keine Aufträge annehmen”)!
  • verhindern, dass Leute ihren Status im Profilbild oder im Firmennamen unterbringen müssen.
  • sind ein kleines, spezialisiertes Tool, das man nutzen kann. Ja, vielleicht eine Krücke, aber Krücken sind, wenn man sie braucht, sehr hilfreich.
  • sind nur in einem Punkt peinlich, und zwar im total überflüssigen Beta-Label.

Habe fertig.

Backup/Syncing mit Linux, Wuala, Spideroak und Dropbox

13. März 2008, 19:59 Uhr von Fabian

Online-Backupservices schießen wie Pilze aus dem Boden. Nach dem Dropbox-Hype des letzten Tages, dachte ich, ich fasse mal meine Erfahrung mit zwei anderen Diensten zusammen, die ich seit ein paar Wochen teste.

Wuala
Wuala fühlt sich nach ein paar Testwochen irgendwie immer noch an wie Napster. Das Interface funktioniert gut: Dateien reinziehen und mit Leuten teilen ist einfach. Aber: die öffentlichen Ordner sind voll belanglosem Inhalt mit relativ hohem Pornoanteil. Die zugrunde liegende Technik mag innovativ und das Speicherplatzbeschaffungsmodell fair sein. Die Sicherheit geht — angeblich, denn OpenSource ist der Wuala-Client nicht — soweit, dass die Daten komplett auf dem Rechner verschlüsselt werden und selbst von den Betreibern nicht eingesehen werden können. Die fehlende Integration ins Dateisystem (Dateien in Wuala sind von ihren “Originalen” im System entkoppelt, d.h. Änderungen werden nicht berücksichtigt) und der für geschäftskritische Benutzung zu undefinierte Speicherplatz macht es zu nicht mehr als einem relativ bequemen File-Sharing-Tool für private Zwecke.

Spideroak
Spideroaks Schwerpunkt ist Backup. Gut: man braucht keinen speziellen Ordner, in man man zu synchronisierende Dateien steckt, sondern man wählt in der Java-Software einfach bestehenden Verzeichnisse aus, die Spideroak dann überwacht. Die Hauptarbeit wird im Hintergrund und auch mit mäßig schnellem DSL-Upload (128k) quasi unbemerkt vollbracht. Schlecht ist: das Interface. Dieses scheint noch in den Kinderschuhen zu stecken. Viele der sichtbaren Buttons funktionieren überhaupt nicht bzw. sind permanent deaktiviert. Einige Aktionen wie “Inkremente löschen” dauern mehr als 10 Sekunden und geben kein sichtbares Feedback — dafür ein unsichtbares mit 100% Prozessorauslastung. Die Verschlüsselung begrenzt sich auf die Datenübertragung, d.h. auf den Servern werden die Daten irgendwie zugänglich sein — was jedoch den Vorteil hat, dass man auf seine Backups auch aus jeden Browser zugreifen kann.

Dropbox
Das ganz frische Dropbox sieht bisher recht vielversprechend aus: fast nahtlose Integration ins System (man braucht aber immer noch ein dediziertes Verzeichnis), Versionierung, Online-Interface mit Backupfunktion (Undelete/Wiederherstellen). Leider gibt’s momentan nur wenig Infos und Clients ausschließlich für Windows- und Mac-Rechner. Ob oder wann Linux folgt ist unbekannt.

Momentan läuft bei mir permanent Spideroak, weil es nicht stört, gut genug funktioniert und mir ein bisschen mehr Sicherheit für ein paar wertvolle Daten gibt. Sensibles speichere ich damit aus dem o.g. Grund aber nicht und Sharing ist mir auch zu umständlich. Halbe Kraft voraus, also.

BashCamps — Geeks Fighting

12. März 2008, 01:44 Uhr von Fabian

Jason von den 37signals stört sich ein bisschen an der allgemeinen Friede-Freude-Eierkuchen-Stimmung auf Web-Konferenzen. Seiner Meinung nach finden Auseinandersetzungen zwischen Größen der Webgemeinschaft, die in den Blogs durchaus ausgetragen werden, zu wenig Einzug in die Reallife-Treffen. Gegen zuviel Abgenicke und Freundschaftstümelei auf den Panel-Bühnen fordert er kontroverse Debatten in “Web Fight Nights”. Mein Vorschlag gegen Kuschel-Barcamps sind BashCamps — Geeks Fighting ;)

bashcamps - geek fighting

Die re:publica bietet zumindest einen Track kränken und zänken. Vielleicht sollten die Veranstalter versuchen, noch ein paar “Antis” einzuladen.

(Foto: Josh Bancroft, cc-by-nc)

Täglicher Designkonsum

8. März 2008, 20:27 Uhr von Fabian

Die meisten 365-Tage-Projekte scheitern nach wenigen Tagen oder Wochen. Einer, der zumindest schon den zusätzlichen 366. Tag seiner Mammutaufgabe überstanden hat, ist Jonas Buntenbruch mit seinem Daily Design Workout DONE:

Während andere Inspirationsquellen, wie z.B. das wunderbare kanadische Blog Drawn!, nur aggregieren und kommentieren, wird bei DONE täglich produziert: von Illustrationen, Kaffeefleckenschriften, einem Buchcover für den ganzen Schrott des Internets bis zu Wasserfarben-Texturen, die man auch runterladen kann.

Klickpflicht!

Trampelpfade

8. März 2008, 03:06 Uhr von Fabian

Desire Line at Bernie Spain Gardens

…heißen im Englischen desire lines, desire paths oder social trails und werden von Zeit zu Zeit aktiv zur Wege-, Landschafts- oder sogar Gebäudeplanung eingesetzt, in dem z.b. Studenten ein Jahr lang dazu benutzt werden, die Wege ihrer Wahl “anzulegen”, die dann später befestigt oder asphaltiert werden. Hier ein Musterbeispiel studentischer Wegeplanung an der FU Berlin.

Wie für fast jedes Thema gibt es auch dazu eine Flickr-Gruppe, die aufgrund fehlender Teilnehmer momentan noch sehr England-lastig ist. Ich werde mal Ausschau halten, ob ich ein paar hübsche Exemplare in meiner Umgebung finde.

(Foto von skuds; CC-BY-SA)