US-Präsidentschaftskandidaten im Wechselfieber

16. Februar 2008, 18:37 Uhr von Fabian

Nachdem ich ein paar Primaries auf CNN verfolgt habe und die Kandidatenliste auf drei/vier geschrumpft ist, hier nun eine kleine Entscheidungshilfe für den gemeinen amerikanischen Wechselwähler:

Generationswechsel: John McCain.

Wem der baldige Frührentner George W. Bush immer ein wenig zu jung war, darf im Herbst getrost John McCain wählen. Einen Strategiewechsel in den Krisengebieten des Nahen Ostens wird es nicht geben. Vielmehr setzt der rüstige Politrentner auf einen 1000-jährigen Krieg im Irak, womit sich der 71-jährige quasi unsterblich machen könnte. Seine fanatische und motorisch eingeschränkte Art erinnert mich an Montgomery Burns und macht mir wohl zurecht etwas Angst.

Wechselbad der Gefühle: Hillary Clinton

Damenwahl ist angesagt. Tapfer kämpft sich die Ex-First-Lady durch die Hoch- und Tiefebenen des Wahlkampfs um im November endgültig von der Seite ihres Mannes an die Front zu wechseln. Frau Clinton, wie das Deutschlandradio sie so gern nennt, steht zwar für einen Geschlechterwechsel — den Filz, der sich über die Jahre in Washington angesammelt hat, kann sie meiner Meinung nach aber nicht auskämmen.

Farbwechsel: Barack Obama

Die einen verwechseln den passionierten Redner mit John F. Kennedy, die anderen schenken seinem Change- und Hope-Enthusiasmus nicht viel Glauben. Den einen zu schwarz, den anderen zu weiß, vereint er dennoch eine überraschend breite Masse hinter sich. Als junger Politiker wäre er vielleicht noch am ehesten dazu in der Lage, mit einem erfolgreichen Ölwechsel das administrative Getriebe der Weltmacht wieder in Schwung zu bringen.

Leave a Reply