Sprachliche Effizienz

12. September 2007, 16:56 Uhr von Fabian

So viel zu langweiligen Überschriften.

Ich bin ja bekanntermaßen intellektuell — mit allen Vor- und Nachteilen, die dazu gehören. In meinem Kopf rattert es ununterbrochen. Meistens fliegen da irgendwelche Nullen und Einsen durch die Gegend, die Weltformel formiert sich wage und verschwimmt dann wieder in einer Wolke halbromantischer oder pseudophilophischer Filmanalysefetzen. Wenn sich mein Geist aber mal richtig langweilt, befasst er sich mit Fragen, wie eben jener, der “Sprachlichen Effizienz”.

Wieso z.B. hat so ein kleines und ständig gebrauchtes Wort wie mit, das im Deutschen, Spanischen (con) und Englischen (with) jeweils nur eine Silbe benötigt, im Französischen zwei (avec)? Oder, was mir bei der Lektüre des letzten Harry Potter Romans immer wieder auffiel: warum heißt der Zauberstab im Englischen einfach nur wand? Im Deutschen, wie im Französischen (baguette magique), handelt es sich, der Selten- und Besonderheit dieses Gegenstands geschuldet, um ein zusammengesetztes Substantiv. Ist das nicht pure Verschwendung eines handlichen Ausdrucks, den man besser für etwas Alltäglicheres nutzen sollte?

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