Ein Deppenapostroph, gefunden auf einem Geländer am Fürstenwalder Spreeweg. War nett gemeint, wa?
[Update zum Thema: gestern bei einem Bäcker in Dahlem gesichtet: "Sonntag's Brötchen" *schüttel*]
Musik, die mich an Frühjahrs- oder Spätsommernächte unter Sternenhimmeln erinnert. An Männerabende, die diese Bezeichnung noch nicht verdienten, vor ausglühenden Grills. An eine Zeit vor irgendwelchen 11. Septembern als es noch handfeste Probleme gab. An Jam-Sessions in Proberäumen und die Gewissheit, dass gegen echten Herzschmerz auch zwei Zeilen Text für einen guten Song ausreichen.
Ein traurig bis ruppig schepperndes Schlagzeug, das nicht rockt sondern rollt, Gitarren so unentschlossen wie der Gesang, in den eigenen Gedanken gefangen. Sad nineties, you never looked better.
The Diggs – Stagg (mp3)
Album bei eMusic
The Diggs Live at Sin-e: It’s Just Like You Say
Pflicht erfüllt. +/--Gig im Lido in den last.fm Eventkalender eingetragen. Nächste Aufgabe: Karten kaufen.
Für alle, die die Band nicht kennen: Meine vagen Assoziationen ranken sich um The Notwist, Radiohead und die frühen Incubus. Auch für Freunde von Minus The Bear, aber die kennen vermutlich ebensowenige. Die Similar Artists, die last.fm aufführt (Broken Social Scene, Stars, Of Montreal, Mates of the State), mögen eine ähnliche Fangemeinde haben, musikalisch finde ich den Vergleich eher unpassend.
Mit Incubus haben die Jungs mit dem suchmaschinenfeindlichen Namen sogar einen Songtitel gemeinsam, Megalomaniac, den man auch als Video im bandeigenen YouTube-Account findet. Hier sei ein anderes Video vorgestellt: Trapped Under Ice Flows vom großartigen Album You Are Here. Das Video ist nicht sonderlich einfallsreich, aber es war der Song, der mich an +/- herangeführt hat. Mittlerweile war jedes Stück dieses Albums irgendwann mal mein Favorit — und das 2006er Let’s Build A Fire ist auf einem guten Weg dahin.
Außerdem reicht so ein zusammengeschnittenes Roadmovie, um bei mir Fernweh auszulösen…