Archive for November, 2002

was ich so morgens manchmal denke…

13. November 2002, 13:41 Uhr von Steffen

also,
ich, heute früh so in meinem trahn,
nach´m aufstehn,
(w)irre zum kühlschrank,
auf der suche nach nahrung,
mach die kühlschranktüre auf und mich umflutet das schöne orangene kühlschranklicht,
denk “was gibt´s den so…”
und sehe in dem untersten fach,
wohl bemerkt nicht ausreichend beleuchtet!,
eine gurke in einer folientüte,
hol die tüte raus und
denk “die gurke is aber weich…”
und glaub schon sie wär schlecht und seh genauer hin,
ein geräucherte Makrele!
und wisst ihr was das für´n komisches gefühl ist einer toten, kalten makrele, eingepackt in eine tüte, die augen zu zu halten? brrr…

Wie gut wir es haben

7. November 2002, 22:19 Uhr von Fabian

Fürstenwalde, the place to be. Das muss man als Einheimischer natürlich erst von einem Auswärtigen hören, um es zu glauben. Also wozu umziehen, denn eins ist sicher: als Pendler kann man das Leben in vollen Zügen genießen - wo sonst.

4. November 2002, 19:40 Uhr von Fabian

Der Moderator möchte gern als Märtyrer sterben — es aber am besten überleben, damit er die Glorie noch auskosten kann. Im Interview mit seinem Gast Peter Scholl-Latour am 2. Oktober über den bevorstehenden Krieg im Irak zeigte sich der ganze halbseidene Elitarismus des CDU-Friedmannes, der nach nichts mehr als dem starken Staat und dem mundtoten Soldaten lechzt. [ZURÜSTUNG AUF DEN TOD]

Das Leben war ihm scheinbar ein einziger Brei, Kleinbürgerkiez, Jura, langweilige Freunde, er überschritt die Grenze wie eine Banalität, er bemerkte sie gar nicht. Er lockte das Kind in die eigene Wohnung, erstickte es im eigenen Wohnzimmer, dort „versteckte“ er dann auch die Million. Die Vorstellung der Alditüten mit dem Geld und des blauen Müllsacks mit der Kinderleiche flößten ihm keine Angst ein, warum auch? [KAPITALE LANGEWEILE - Zur politischen Bedeutung einer unpolitischen Entführung]

wir brauchen keine sprache mehr. wir brauchen mpegs, cracks und password-hacks. und streaming media! die wahre welt ist unser jüngstes gerücht. [DAS MENTALE DORF]

Alle drei Artikel und Meinungen stammen aus der besten Publikation, die man in der letzten Zeit in der FU-Mensa abstauben konnte.

Patenschaften I

4. November 2002, 00:41 Uhr von Fabian

Beim Konzert mit Killerkouche am vergangenen Samstag wurden ja schon einige Worte über meine Lebensgeschichte verloren. Viele der gesagten Dinge schnitten die Ereignisse rund um die Band Honig leider nur an, deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, einige davon etwas genauer zerschnipseln.
Es ist richtig, dass zwischen den Jahren 1973 und 1984 eine gewisse Brache lag; die “Tour durch die Republik” war nicht von Erfolg gekrönt und seit 1977 passierte eigentlich gar nichts mehr.
Im November ‘84 lernte ich dann die heutigen Mitglieder der Band im Kreiskrankenhaus Erfurt kennen. Es herrschte gerade die erste Welle der tschechischen Grippe, die mich, als westdeutschen Staatsbürger, fast dahin raffte. Jedenfalls war es genau der 11.11., an dem ich in der Erfurter Klinik Christian, Rudi, Steffen und Steffen kennen lernte, die, genau wie ich, an einer schweren Gehirnhautentzündung litten.
Ich möchte natürlich weder Christian oder irgend jemanden aus der Band besonders hervorheben. Aber im Zusammenhang mit der 84er Grippeerkrankung ist es vielleicht ganz interessant zu wissen, dass Christian als Korrekturleser bis heute der einzigste Musiker ist, der aktiv an der Songschreibung beteiligt ist. Aber das nur zwischendurch.
In Erfurt entstanden auch die ersten Lieder, wie z.B. die so genannte “Kühlschrank-Version” von “Fall Down”, was auch im Club im Park am Samstag gleich zu Beginn zu hören war. Auch der Name, Honig, wurde in dem thüringer Krankenhaus “geboren”. Denn, wie allgemein bekannt, haut ausschließlich Honig besser ins Gehirn als Traubenzucker.
Bis 1990 wurde dann ordentlich geackert: Texte geschrieben, Instrumentbeherrschung perfektioniert (ich persönlich habe das Gitarrespielen schon 1984 aufgegeben und kann heute keinen einzigen Akkord mehr :-) usw. Genau zur Wendezeit, so im Herbst/Winter 1989, wurde schon “Rotäugige Atomkillereichhörnchen…” aufgenommen. Das pseudorevolutionäre Album, das dann im letzten Jahr endlich veröffentlicht werden konnte.
In den 10 Jahren zwischen ‘91 und 2001 gingen die Musiker dann getrennte Wege; Studium, Auslandsaufenthalte und die Familien der vier hatten Vorrang. Seit knapp zwei Jahren steht die Combo nun wieder in gewohnter Besetzung auf der Bühne. Der Proberaum, den ihnen der Club im Park ein bis zweimal jährlich zur Verfügung stellt, wofür wir sehr dankbar sind, ist für alle wieder zu einem zweiten Zuhause geworden. Als “Drittbeste Band der Welt” bekannt und gefeiert, lässt sich selbst die zeitweise anstrengende Arbeit als Profimusiker verkraften. Und es ist nicht zuletzt der herausragende Manager und Texter, meine Wenigkeit, der für den anhaltenden Erfolg von Honig sorgt.

Es geht auch ohne

1. November 2002, 22:06 Uhr von Fabian

Microsoft Office 11: Wer nicht kaufen will, der muss

Wer heute eine EDV-Ausbildung beginnt, der lernt anhand von Word, Access, Excel, Powerpoint und Outlook. Wegzudenken sind die Produkte nicht.

Das fängt schon in der Schule an; aber so lange wir im Bildungssystem am richtigen Ende sparen, brauchen wir auch nicht übers Umsteigen nachzudenken.