Archive for Oktober, 2002

“Paranoia means having all the facts” – William S. Burroughs

Montag, Oktober 7th, 2002

“… First of all, what is it really all about? What is it you object to? You want to abolish Government?”
“To abolish God!” said Gregory, opening the eyes of a fanatic. “We do not only want to upset a few despotisms and police regulations; that sort of anarchism does exist, but it is a mere branch of the Nonconformists. We dig deeper and we blow you higher. We wish to deny all those arbitrary distinctions of vice and virtue, honour and treachery, upon which mere rebels base themselves. The silly sentimentalists of the French Revolution talked of the Rights of Man! We hate Rights as we hate Wrongs. We have abolished Right and Wrong.”
“And Right and Left,” said Syme with a simple eagerness, “I hope you will abolish them too. They are much more troublesome to me…”

(G.K. Chesterton – The Man Who Was Thursday | Download)

Mehr Fakten, in akribischer Feinarbeit aus dem Quellcode zusammengekratzt, in der Deus Ex Story von Stephan T. Lavavej.

“We’ve had to endure much, you and I, but soon there will be order again, a new age. Aquinas spoke of the mythical City on the Hill. Soon that city will be a reality, and we will be crowned its kings.”

“Or better than kings. Gods.”

G.W.B. – Eine andere Verschwörung, die dieses Foto auflöst.

Akustische Entgleisungen

Montag, Oktober 7th, 2002

Obwohl ich heute wieder mit der rosaroten Brille durch den goldenen Berliner Herbsttag gegangen bin, möchte ich nochmal einige Ereignisse der letzten Woche aufrollen, über die ich mich hier ja schon ausgiebig ausgeschwiegen habe:

Eine der wenigen recht unpolarisierenden Tatsachen bei der Deutschen Bahn sind die Lautsprecherdurchsagen. Teils automatisiert, teils persönlich sind sie meistens nüchtern informativ und pragmatisch, manchmal sogar sympathisch. Für akustische Verwirrung sorgten gleich drei:

Montag morgen: folgende präpositional verwirrende Durchsage bei der Einfahrt in den Berliner Ostbahnhof: “Anschluss haben Sie am ICE nach … aus Gleis 3″.
Am Abend wurde dann, höchstwahrscheinlich als Konsequenz aus einer Unterlassungsklage des Goethe-Instituts für Deutsche Sprache, beschlossen, die Ansage komplett wegfallen zu lassen. Ich weiß nicht mehr, in welche Lektüre ich vertieft war, jedenfalls hatte ich auf einmal das Gefühl, schon in Cottbus zu stehen, als ich aus dem Fenster genau auf das Schild “Fürstenwalde/Spree” schaute und es gerade noch schaffte, den Zug rechtzeitig zu verlassen.
Wiedergutmachung einen Tag später: ich mit einem Fuß schon in der U-Bahn, als mich “Rathaus Steglitz zurückbleiben” davor bewahrt, in die falsche Richtung zu fahren. Danke.

Doch nicht nur für audiophile, nein, auch für visuell orientierte Menschen birgt die Bahn einiges an Verwirrungspotential – wenn auch nicht ganz selbstverschuldet. Zum Beispiel, wenn im IR Frankfurt/Main – Stralsund die Zeichen in den Raucherabteilen mit Filzstift durchgestrichen ein Nichtraucherabteil suggerieren, und es Dank einer (noch) riechfähigen Raucherin zum Eklat kommt.
Womit drei Sinne abgedeckt wären; ich wage nicht zu sagen, wie die Bahn die restlichen zu stimulieren beabsichtigt.