Kleines Gedankenexperiment

29. November 2001, 20:18 Uhr von Fabian

Angefangen haben die Überlegungen mit einem Exkurs in die Chaos-Theorie.
Dort gibt es ja dass relativ bekannte Gedankenexperiment, dass der
Flügelschlag eines Schmetterlings in Südamerika (oder sonstwo auf der Welt)
das Wetter bei uns in Deutschland beeinflussen kann. Damit soll
verdeutlicht werden, dass Wettervorhersagen über einen längeren Zeitraum,
was schon eine Woche sein kann, nie zuverlässig sein können. Chaos ist
schließlich unberechenbar.
Ich bitte um Berichtigungen, falls meine nachfolgenden Gedanken allzu
grobe Fehler enthalten. Sie sind physikalisch wenig fundiert.
(Viva Zwei spielt gerade
Pulp mit ihren “useless trees”, was irgendwie zum Thema
passt.)
Ein zweites Gedankenexperiment war mir neu, als ich es vor sechs Wochen
von einem Lehrer der Zivildienstschule Schleife hörte: es geht ums
Billardspiel und die theoretische (Un-)Wiederholbarkeit eines Stoßes.
Angeblich hat ein Wissenschaftler mit einem Computer 50 (oder mehr)
aufeinander folgende Stöße simuliert. In einem zweiten Durchgang “baute” er
als Parameter bzw. Fehlerfaktor die Anziehungskraft einer Fruchtfliege in
Australien (jedenfalls entgegengesetzt seines Forschungsstandortes) ein.
Und schon nach dem 50. Stoß war die Übereinstimmung mit dem ersten
Durchgang nicht mehr gegeben. Soweit dazu.
Als ich dann vor vier Wochen oder so eines Abends mit Thomas Billard
spielen war, kamen wir auf dieses Problem zu sprechen. (Natürlich erst,
nachdem wir fünf exakt identische Runden gespielt hatten..)
Bla bla… etc. usw.; Jedenfalls kamen wir zu folgender Frage:
Angenommen, die Erde wäre ein geschlossenes System; würde sich ihre
Masse ändern, wenn die Fruchtfliege stirbt?

Der Masseerhaltungssatz der Physik sagt ja, dass die Masse eines Körpers
immer gleich bleibt. Unser Planet wiegt übrigens 5,97*10^24 kg href="javascript:alert('Quelle: Formel und Tabellen, Paetec, S. 94')">*.
Wie verhält es sich aber mit dem Gewicht einer Fliege, wenn sie langsam verwest, ihre molekulare Zusammensetzung ändert, usw.? Woraus besteht denn die Fliege? Ich sage mal Wasser, wie letztendlich irgendwie alles zu großen Teilen. Ist aber für die Überlegung eigentlich auch egal. H2O “verwest” also zu Wasserstoff und Sauerstoff. Wiegen dann das H und das O jeweils einzeln genauso viel, wie beide zusammen?? Eigentlich schon, oder?!
Nach dieser Annahme, dürfte sich die Masse der Erde (als hermetisches System ohne Metoriteneinschläge o.ä.) niemals ändern.

Anderes Problem: das mit dem Getreide und exponentiellem Wachstum, wenn wir es nicht aufessen würden, bzw. Verhinderung der exponentiellen Vermehrung, wenn wir es essen. Was ist mit der Masse dieser ganzen Weizenähren, die nicht entstehen, weil wir die Vorgängergeneration einfach zu Brot verarbeitet haben??
Das ist mir aber jetzt zu viel, außerdem habe ich viele Argumente und Überlegungen schon wieder vergessen. Vielleicht ein andern mal.

One Response to “Kleines Gedankenexperiment”

  1. Karl-Heinz Jelken says:

    Hi!

    Ich finde Deine Gedanken ganz interessant. Sie passen zu einem Thema das mich gerade beschäftigt. Ich lebe auf dem Land da werden zu dieser Zeit viele Silorundballen produziert. Nun erwähnt mir gegenüber eine praktizierende Physik-und Chemielehrerin folgendes. Sie rollt alle frischen Siloballen sofort an ihren endgültigen Lagerplatz, da sie in wenigen Wochen zu schwer zum rollen sind. Nun muß man wissen, daß die besagten Ballen Luftdicht mit Folie umwickelt sind und somit hermetisch von der Außenwelt getrennt. Nun bin ich Kaufmann, meine mich aber erinnern zu können, daß geschlossene Systeme immer die gleiche Energie und Masse behalten. Bin gespannt auf Antworten und Fakten.

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